Gold und andere Edelmetalle wie Silber oder auch Platin werden ausschließlich in Unzen oder auch in Feinunzen angegeben, wobei man alle Edelmetalle korrekterweise ausschließlich in Feinunzen angeben müsste, denn während eine gewöhnliche Unze (oz) genau 28,35 Gramm entspricht, schlägt eine Feinunze (oz.tr.) – auch Troy-Unze genannt – mit 31,1 Gramm zu Buche. Der Goldpreis wird stets in Feinunzen pro US-Dollar angegeben.

Neben der gewöhnlichen Unze, die außerhalb der Europäischen Union teilweise noch immer als Maßeinheit für Lebensmittel verwendet wird, gibt es auch noch die so genannte Flüssigkeitsunze (oz.fl.). Die als Raummaß dienende Flüssigkeitsunze wird vor allem in der Parfümindustrie verwendet.

Die vierte im Bunde ist die Apotheker-Unze (oz.ap.), die wie der Name schon sagt für die Massenangabe von Medikamenten und Chemikalien eingesetzt wird und mit 31,1 Gramm gleich bemessen wird wie die Feinunze.

Genau genommen wird die Unze als Maßeinheit schon seit der Antike genutzt, und mit der Übernahme des griechischen Duo-Dezimalsystems durch die Römer wurde die Unze jeweils zum Zwölftel einer Einheit.

Auf diese Weise konnten mithilfe der Unze als Handelsgewicht auch Viertel und Drittel einer Masse problemlos berechnet werden. Die Bezeichnung „Unze” geht übrigens auf das lateinische Wort „uncia” zurück, was so viel wie „ein Zwölftel” bedeutet.

Später, als man begann, Münzen zu prägen, wurde die Unze auch zur Maßeinheit für das Geld, denn das Gewicht – also der Wert – der Münzen wurde stets in Unzen angegeben.

Diese Verbindung zum Gold und auch zu den Goldmünzen hat sich bis in die Gegenwart gehalten.

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